Klinischer und wissenschaftlicher Werdegang

PD Dr. med. habil. Marietta Hopf
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Juni 1985 – Januar 1987
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anatomie der Freien Universität Berlin in der Abteilung von Prof. Dr. med. H.-J. Merker (Direktor)

Schwerpunktforschung:
Risikoabschätzung von vorgeburtlichen Schädigungen

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Embryonalpharmakologie wurde von mir das Thema der Schädigung von terratogenen Substanzen am Zytoskelett der Zelle in der Zellkultur wissenschaftlich bearbeitet.

Seit Februar 1987
wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hals-Nasen-Ohren-Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Benjamin Franklin bei Herrn Prof. Dr. med. Hans Scherer (Direktor)

Klinischer Forschungsschwerpunkt seit 1987:

Funktionell endoskopische endonasale Laserchirurgie (FEELS) mit fasergeleiteten Lasersystemen – Entwicklung neuer Applikationssysteme und Methoden, Evaluierung der Wirksamkeit verschiedener Lasersysteme auf endonasales Hart- und Weichgewebe.

Hier entstand gerade das klinikeigene Labor für Laserforschung. Zusammen mit meinem damaligen leitenden Oberarzt Herrn PD Dr. Gundlach und dem ehemaligen Chefarzt der HNO-Klinik des Klinikums Ernst von Bergmann (Potsdam) wurden klinikrelevante Grundlagenuntersuchungen für die Applikation verschiedener Lasersysteme in der Kopf-Hals-Chirurgie gemacht. Diese Ergebnisse konnten erfolgreich in klinische Behandlungsverfahren integriert werden.

Seit 1988
Gastwissenschaftlerin am Institut für Medizinische Physik und Lasermedizin der Freien Universität Berlin (Direktor: Prof. Dr. Ing. Dr. h. c. G.J. Müller)

Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. med. Hans Scherer wurden von unserer Arbeitsgruppe in enger Zusammenarbeit und mit großer Unterstützung der Direktoren des Instituts für Medizinische Physik und Lasermedizin und dem Fachbereich Lasermedizin der Freien Universität Berlin Herrn Prof. Dr. Berlien und Herrn Prof. Dr. Müller verschiedene Lasersysteme für die minimal invasive Chirurgie der Nase und der Nasennebenhöhlen parameteroptimiert und praxisrelevant in die klinische Patientenversorgung eingebracht. Die von uns angewandte Methodik der funktionell endoskopischen endonasalen Laserchirurgie führte durch die Miniaturisierung von Endoskopen und Laserapplikationsschäften zu einer erfolgreichen minimal invasiven Behandlungsmöglichkeit mit breitem Indikationsspektrum, die bisher weltweit einzigartig ist.
Herrn Prof. Dr. A. Berghaus, jetziger Ordinarius für HNO-Heilkunde am Klinikum der Universität Großhadern, habe ich es zu verdanken, dass ich bereits als junge Assistentin in die Denkweise und strategische Planung und Durchführung plastisch-rekonstruktiver Eingriffe eingeführt worden bin

19.01.1993 Gebietsarztanerkennung für das Fach Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Ärztekammer Berlin

Durch Herrn Prof. Dr. Scherer und die Erlaubnis zur Fortbildung an spezialisierten Ohrenkliniken konnte ich meine mikrochirurgischen Kenntnisse in der sanierenden und hörverbessernden Chirurgie des Ohres weltweit erweitern.

Kurse und Hospitation
◦ bei Prof. Helms in Würzburg
◦ im Howard House Ear Institute, Los Angeles
◦ in der Ohrenklinik von Prof. Portmann in  Bordeaux
◦ bei Prof. Mirko Tos in Kopenhagen

An unserer Klinik, wie auch auf nationalen und internationalen Operationskursen, konnte ich meinen weiteren klinischen Schwerpunkt, die funktionell-endoskopische endonasale Chirurgie der Nase und der Nasennebenhöhlenweiter vertiefen.

1993-2003
Oberärztin der Hals-Nasen-Ohren-Klinik und Polikliniken der Charité Berlin, Standort: Universitätsklinikum Benjamin Franklin (Direktor: Prof. Dr. med. Hans Scherer)

1994-1995
Gastwissenschaftlerin am Institut für Anatomie Freie Universität Berlin (Direktor: Prof. Dr. med. H.-J. Merker)

Die fakultative Weiterbildung für die „Spezielle HNO-Chirurgie“ und die „Zusatzbezeichnung Plastische Operationen“ unterstreichen meine breite Erfahrung in konservativen und operativen Behandlungsverfahren im Fach der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

1998
Zusatzqualifikation „Spezielle HNO Chirurgie“

2003
Zusatzqualifikation „Plastische Operation“

Eröffnung meiner Praxis HNO-Berlin-Süd mit Zulassung zur Vertragsarzttätigkeit

Nach meiner Stundenreduzierung an der Universität-HNO-Klinik, an der ich in Dauerstellung beschäftigt bin, erfolgte die Eröffnung der HNO Praxis –Süd. In dieser Praxis finden bis heute im Rahmen der ambulanten Patientenversorgung im Quartal 3500 Patientenkontakte statt. Die Patientenkartei besteht aus 18 000 Patienten. Schwerpunkte sind hier die Diagnostik und Therapie von HNO-Erkrankungen mit Allergiediagnostik und sublingualer Hyposensibilisierung (250-300 Behandlungen pro Jahr), endoskopische Diagnostik und minimal invasive Therapie von Erkrankungen der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen, u.a. durch minimal invasive laserchirurgische Maßnahmen in Oberflächenbetäubung. Mit dieser Methode der funktionell endoskopischen endonasalen Laserchirurgie (FEELS) werden von mir im Jahr 300 ca. Eingriffe zur Behandlung von Polypen und Rezidivpolypen, Muschelhyperplasie, chronische Rhinosinusitis mit Erweiterung des mittleren Nasengangs, Synechien bei endonasalen Voroperationen,  Septumsporne und Leisten, Tubenventilationsstörungen, Mukocelen, Zysten und andere gehören zur täglichen Arbeit. Kleinere Hämangiome und Teleangiektasien des Gesichtsbereiches und Narbenbehandlungen werden mit dem Laser behandelt. In Zusammenarbeit mit dem Schlaflabor der Charité (Prof. Fietze) erfolgt die Abklärung von Ronchopathien und Apnoepatienten.

Ein weiteres Spezialgebiet ist die laserchirurgische Behandlung der Epistaxis.  Patienten, die an rezidivierendem Nasenbluten im Rahmen ihrer Grunderkrankung der hereditären hämorrhagischen Teleangiektasien (M. Osler) leiden, kommen aus ganz Deutschland zur Diodenlaser-Behandlung mit der Glasspatel-Kompressions-Koagulationsmethode,  Oslerherde der Haut, der Mundschleimhaut und der Zunge werden therapiert. Da die Erkrankung autosomal dominant vererbt ist, sind ganze Familien in Behandlung. Hier besteht eine Kooperation mit der Laserabteilung von Prof. Berlien im Elisabeth -Krankenhaus Berlin, wo im Rahmen einer OSLER-Sprechstunde ein Staging und ebenfalls Behandlungen durchgeführt werden. Bei schwerster Epistaxis erfolgt die Behandlung in Narkose.
Eine enge Zusammenarbeit besteht zu namenhaften Kieferchirurgen und Implantologen. Vor Sinuslift und Implantationen erfolgt von mir die gutachterliche Stellungnahme zur  Kieferhöhlenanatomie und Pathologie aus rhinologischer Sicht zur Durchführbarkeit eines Sinuslifts oder Implantats im Oberkiefer.
Selbstverständlich gehören zur Diagnostik die Durchführung von Tonschwellen-, und Sprachaudiogramme, Tympanometrie, überschwellige zentrale Hörteste (BERA, OAE) Videoocculograpische Vestibularisdiagnostik, Rhinomanometrie, Riech- und Schmecktest. Im Rahmen der Notfallversorgung werden auch Infusionsbehandlungen durchgeführt.

2007
Eröffnung der HNO-Privatpraxis Villa Dahlem

In der privatärztlichen Praxis Villa Dahlem werden ebenfalls wie in der HNO-Berlin-Süd alle diagnostischen und therapeutischen HNO-ärztlichen Maßnahmen inklusive der Laserchirurgie durchgeführt.  Hier steht neben dem Diodenlaser auch ein CO2–Laser zur Verfügung. In einem ambulanten Eingriffsraum werden hier kleinere Eingriffe in Lokalanästhesie durchgeführt, ein weiterer Operationsstandort auch für stationäre Patienten ist das DRK-Klinikum Parksanatorium Dahlem. Hier werden von mir hauptsächlich Operationen der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhlen, Gaumensegeloperationen, kleinere mikrolaryngoskopische CO2-Laserchirurgische Eingriffe durchgeführt.
Für größere Eingriffe besteht eine Kooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus, der Charité und dem Sankt Gertrauden – Krankenhaus. Die Villa Dahlem zeichnet sich durch ein sehr hohes medizinisches Niveau universitären Charakters aus. Herr Prof. Scherer, mein werter ehemaliger Lehrer und emeritierte Ordinarius aller drei Universitätsklinika der Charité Berlin hält in der Villa Dahlem Sprechstunden für seine Patienten ab. Die Versorgung universitärer Fälle ist seit seiner Emeritierung in Berlin an der Universität nicht mehr gegeben, da es seit 2 Jahren nicht zu einer Nachbesetzung kam.
Die Villa Dahlem wird darüber hinaus von vielen ansässigen Botschaften für ihre Mitarbeiter und deren Angehörige sowie Personen aus Wirtschaft, Politik und Kultur genutzt.
In der Villa Dahlem finden regelmäßig Veranstaltungen statt.
Mehrmals im Jahr werden Workshops zur endonasalen Laserchirurgie mit Live-Operationen für nationales und internationales Publikum (Ärzte und Salesmanager) durchgeführt. Eine enge Zusammenarbeit besteht hier im Rahmen von Forschung und Entwicklung mit der Fa. Dornier medTech und Unterstützung der Fa. Storz.
Im Rahmen des zahnmedizinischen Studiengangs besuchen pro Semester 60-80 Studenten die HNO-Vorlesung für Zahnmediziner (eine Semester-Wochenstunde), die von mir in der Villa Dahlem abgehalten wird. Diese Studenten werden von mir auch im Staatsexamen im Fach HNO geprüft, außerdem erfolgen die Bereitstellung von Promotionsthemen und die Betreuung der Doktoranden bis zur BegutachtungIn Weiterführung meiner Habilitationsarbeit über den diagnostischen Einsatz der Infrarot-Diaphanoskopie bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen bin ich im Rahmen eines  aktuellen Forschungsprojekts des Fachbereichs Biomedizinische Technik der Charité mit dem Thema: „Lichtdiagnostik entzündlicher Erkrankungen der Nasennebenhöhlen“ klinischer Partner zur Evaluierung der neuen Technik und Probandenuntersuchung und ärztliche Beraterin.

2010
Tätigkeit als Gutachter für die Charité – Universitätsmedizin Berlin
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Gutachterin für die Charité – Universitätsmedizin bedankte sich Vorsitzende der Promotionskommision Prof. Dr. med. J.W. Oestmann, auch im Namen der Dekanin, Frau Prof. Dr. Grüters-Kieslich im Juni 2011 mit einer Urkunde.
Auszug aus der Danksagung vom 20.06.2011:
“Die Charité ist stetig um die Qualitätssicherung und -steigerung der Promotionen in den Lebenswissenschaften bemüht. Den Gutachtern und Gutachterinnen kommt dabei eine überragende Rolle zu. Ihr Engagement und Ihre fachliche Expertise werden hoch geschätzt.”

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